CK-MB Teststreifen

Produktinformation - technische Daten

Produkteigenschaften

  • Anwendungsbereich: Quantitativer immunologischer Test zum Nachweis des Creatinkinase-Isoenzyms MB in heparinisiertem venösem Blut für die Verwendung mit dem cobas h 232 Gerät
  • Reaktionsdauer: 12 Minuten (nach Erkennung der Probe)
  • Messbereich: 1,0-40 ng/mL
  • Probenmaterial: heparinisiertes, venöses Vollblut
  • Probenvolumen: 150 µl
  • Lagerung und Haltbarkeit: Bei 2-8 °C bis zum angegebenen Verfallsdatum. Bei Raumtemperatur (15-25 °C) bis zu 1 Woche. Der Test kann unmittelbar nach Entnahme aus dem Kühlschrank eingesetzt werden.
  • Packungsgröße: 10 x 1 Test

Die Bestimmung von CK-MB stellt in der Praxis eine Alternative zur Bestimmung eines kardialen Troponins bei klinischen Zeichen eines akuten Koronarsyndroms dar, sofern kein entsprechender Test zur Verfügung steht (2). Da sich nach einem Infarkt erhöhte CK-MB-Werte normalerweise innerhalb von ca. 2 Tagen wieder normalisieren, weisen wieder ansteigende Werte auf einen Re-Infarkt oder eine unzureichende Reperfusion nach Thrombolyse oder Revaskularisation hin (1).

Parameterinformationen

CK steht für Kreatinkinase, ein Enzym, das hauptsächlich im Muskel, Herz und Gehirn vorkommt (3). Der Herztyp der CK (CK-MB) spielt bei der Diagnose und Überwachung des akuten Myokardinfarkts eine wichtige Rolle. Koronare Herzkrankheit und Myokardinfarkt führen nicht selten zu Invalidität und sind die häufigsten Todesursachen in den westlichen Industrienationen.

Nach einer akuten Schädigung des Herzmuskels durch einen Myokardinfarkt tritt CK-MB aus den nekrotischen Muskelzellen ins Blut über. Bereits 2 – 3 Stunden nach dem Infarkteintritt kann ein pathologischer CK-Anstieg gemessen werden. Der CK-Wert im Blut erreicht sein Maximum innerhalb von ca. 24 Stunden und fällt etwa 2 Tage nach Infarkteintritt wieder in seinen Referenzbereich ab (4).

Die Bestimmung der CK-Gesamtaktivität ist bei Erkrankungen und Schädigungen des Skelettmuskels indiziert (3).

Indikationen

  • Akutes Koronarsyndrom und Verdacht auf akuten Myokardinfarkt: Die Bestimmung von CK-MB stellt bei akutem Koronarsyndrom eine Alternative zur Bestimmung eines kardialen Troponins dar, wenn kein entsprechender Test zur Verfügung steht (5).
  • Detektion eines Infarktrezidivs: Da sich erhöhte CK-MB-Werte nach einem Infarkt innerhalb von ca. 2 Tagen wieder normalisieren, weisen wieder ansteigende Werte auf einen Re-Infarkt oder eine unzureichende Reperfusion hin (6).
  • Neben dem Troponin T Test ist die Bestimmung der CK-MB-Aktivität für die Risikoabschätzung bei einer Angina pectoris wichtig

Literatur:

1. Alpert JS, Thygesen K, Antman E, Bassand JP. Myocardial infarction redefined--a consensus document of The Joint European Society of Cardiology/American College of Cardiology Committee for the redefinition of myocardial infarction. J Am Coll Cardiol 2000; 36:959-969.

2. Christenson RH, National Academy of Clinical Biochemistry. National Academy of Clinical Biochemistry Laboratory Medicine Practice Guidelines for utilization of biochemical markers in acute coronary syndromes and heart failure. Clin Chem 2007; 53:545-546.

3. Stein W. Creatinkinase (Gesamtaktivität), Creatinkinase-Isoenzyme und Varianten. In: Thomas L, ed. Labor und Diagnose. Frankfurt/Main: Th-Books, 2000; 73-83.

4. Puschendorf B, Mair J. Kardiale Diagnostik. In: Thomas L, ed. Labor und Diagnose. Frankfurt/Main: Th-Books, 2000; 103-122.

5. Christenson RH, National Academy of Clinical Biochemistry. National Academy of Clinical Biochemistry Laboratory Medicine Practice Guidelines for utilization of biochemical markers in acute coronary syndromes and heart failure. Clin Chem 2007; 53:545-546.

6. Thygesen K, Alpert JS, White HD. Universal definition of myocardial infarction. Eur Heart J 2007; 28:2525-2538.