Bilirubin

Zusammenfassung

Bilirubin ist ein gelbbrauner Gallenfarbstoff, der dem Serum eine gelbbraune Farbe verleiht. Bilirubin entsteht in Leber und Milz als Abbauprodukt des Hämoglobins. Es existieren zwei Formen von Bilirubin. Die eine ist an Albumin gebunden und wird als unkonjugiertes oder indirektes Bilirubin bezeichnet. Die zweite Form ist an Glucuronsäure gebunden und wird deshalb als konjugiertes oder direktes Bilirubin bezeichnet. Die Konjugation erfolgt in den Leberzellen. Die Unterscheidung der beiden Formen erlaubt deshalb Rückschlüsse auf die Herkunft des Bilirubins.

Zu einem Ikterus kommt es, wenn das Serum-Bilirubin Werte von ca. 2 mg per 100 ml übersteigt. Es gibt drei Formen von Ikterus: den prähepatischen, hepatischen und posthepatischen Ikterus. Die häufigsten Ikterusformen - hepatisch und posthepatisch - sind durch einen Anstieg des konjugierten Bilirubins gekennzeichnet.

In der Arztpraxis kann Bilirubin mit allen Reflotron Geräten unter Verwendung des Parameters Reflotron Bilirubin im kapillären oder venösen Vollblut, Plasma, heparinisierten oder EDTA-Blut bestimmt werden.