GGT

Zusammenfassung

Die γ-Glutamyltransferase (GGT) ist ein hochempfindlicher Parameter bei zahlreichen Krankheiten mit Verwicklung der Leber, aber sie kann auch bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder der Nieren und bei Herzmuskelinfarkt vorkommen. Sie wird gewöhnlich als eines der Enzyme angesehen, die auf Cholestase hinweisen. Bei einem Ansteigen der GGT-Werte und bevor ein Leberschaden offensichtlich wird, ist dieses Enzym besonders wichtig zur Diagnose von anikterischen oder symptomlosen Formen von Krankheiten. Wenn die Werte auf das zweifache oder mehr über das obere Referenzniveau ansteigen, muss ein parenchymatöser Leberschaden in Erwägung gezogen werden.

Unerklärte leichte Erhöhungen sind jedoch häufig und können selbst nach mäßiger Alkoholaufnahme vorkommen. Für eine differenzierte Diagnose ist es daher vernünftig, zusätzlich zur GGT andere Enzymparameter wie Glutamatpyruvattransaminase (GPT), Glutamatoxalacetattransaminase (GOT), alkalische Phosphatase (ALP) oder Bilirubin zu berücksichtigen.

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